Kerstin Beckert | Corona: Basics

Corona: Basics

 

    Eines vorweg: Begriffe, die auf dieser Seite erläutert werden, sind im Text unterstrichen. So finden Sie diese beim Scrollen oder über die Suchfunktion evtl. etwas leichter.
     
    Aerosol

    Ein Gas (z.B. die Luft), in dem sehr kleine feste oder flüssige Teilchen schweben. Dazu gehören Rußpartikel, zersprühtes Meersalz (etwa in der Brandungszone am Meer), Pollen oder auch Viren.
    Laut dem aktuellen „SARS-CoV-2-Steckbrief“ (Stand 29.5.20) des Robert-Koch-Instituts weisen Untersuchungen darauf hin, dass eine Übertragung von SARS-CoV-2 (>Corona-Virus) über Aerosole im gesellschaftlichen Umgang möglich ist. Eine abschließende Bewertung sei zum jetzigen Zeitpunkt jedoch schwierig. Hauptübertragungsweg bleibt v.a. wohl die Tröpfcheninfektion (s. >Übertragungsweg).

    Ansteckungsgefahr

    Ist definitiv vorhanden, sobald die ersten Symptome aufgetreten sind. Proben aus dem Rachenraum waren danach noch etwa vier Tage lang ansteckend, Proben aus dem Lungensekret (>Sputum) etwa acht Tage (Quelle: Robert-Koch-Institut). Im Stuhl konnten nach jetzigem Stand (April 2020) noch keine vermehrungsfähigen, also ansteckenden Viren nachgewiesen werden. Wichtig ist in diesem Zusammenhang: Bei SARS-Cov-2 sind Infizierte vermutlich auch schon zwei Tage vor Symptombeginn ansteckend!

    Antikörper

    Kugelförmige Eiweißmoleküle, die später auch bei der Diagnose von >Covid-19 helfen sollen. Die Tests befinden sich derzeit noch in der Entwicklungsphase. Ein Problem: Die virusspezifischen Antikörper werden vom menschlichen Abwehrsystem erst einige Tage nach der Ansteckung mit dem Krankheitserreger gebildet – und sind erst „ab der zweiten Woche nach Symptombeginn“ sicher nachweisbar (Quelle: Robert-Koch-Institut).

    Allgemein haben Antikörper unterschiedliche Funktionen im Körper und werden auch Immunoglobuline (Ig) genannt. Bei einer Blutabnahme werden häufig Antikörper mit den Namen IgM und IgG bestimmt. IgM gehören zu jenen Antikörpern, die vom Körper schon am Anfang einer Infektion gebildet werden. IgG werden dagegen erst spät gebildet und weisen zuverlässig z.B. auf eine bereits überstandene Erkrankung hin. Sie sind Teil des so genannten >Immungedächtnisses.

    Bakterien

    Lebewesen, die einen eigenen Stoffwechsel besitzen. Sie können sich (im Gegensatz zu >Viren) auch außerhalb einer lebenden Wirtszelle vermehren, etwa auf Oberflächen wie einem Tisch. Es gibt Bakterien, die z.B. wie ein Stäbchen aussehen, andere sind kugelrund oder zylinderförmig. Sie sind etwa so groß, wie ein Staubkorn und enthalten sowohl >DNA, als auch >RNA. Im Menschen leben viele symbiotische Bakterien (siehe >Wirt), etwa auf der Haut oder im Darm.

    Community-Masken

    Masken, die sich jeder nach Anleitungen aus dem Internet selbst herstellen kann. Mehr Details finden Sie unter dem Stichwort >Schutzmasken.

    Containment

    Der Begriff umschreibt eine Strategie, die bei >Pandemien zum Einsatz kommt. Hierzu gehören auch Quarantäne-Maßnahmen, mit deren Hilfe die Ausbreitung einer Krankheit eingedämmt und etwaige Infektionsketten unterbrochen werden sollen.

    Corona-Virus

    Der Begriff umschreibt eine ganze Virenfamilie (Coronaviridae). Sie wurde bereits in den 1960er Jahren identifiziert und nach einem „Kranz“ (lat. corona) benannt, der das Virus bei der Betrachtung durch ein Elektronenmikroskop umgibt. Alle Corona->Viren haben eine kugelförmige Virushülle, und sehen mit ihren Spikes wie eine nelkengespickte Orange aus­. In ihrem Inneren enthalten sie einsträngige >RNA.

    Sie treten v.a. bei Tieren auf und verursachen dort eine Vielzahl verschiedener Erkrankungen. Sowohl Vögel und Fische können erkranken, als auch Rinder, Hunde, Schuppentiere, Pferde, Ratten, Fledermäuse und viele andere Tiere.

    Menschen können sich ebenfalls mit einigen Arten der Corona-Viren infizieren (>Zoonose). Einige davon führen z.B. zu gewöhnlichen Erkältungen. Andere Arten lösen in seltenen Fällen die schwere Atemwegserkrankung >SARS aus. In diesem Zusammenhang sprechen Experten dann von „SARS-Co“-Viren (SARS-related Corona-Viruses). Genauer beschrieben wurden v.a. zwei Epidemien, die in den Jahren 2002 (verursacht durch SARS-Cov-1) und 2019 (verursacht durch SARS-Cov-2) auftraten. Eng verwandt ist auch „MERS-CoV“ (Middle East Respiratory Syndrome Corona-Virus) – eine Corona-Variante, die im Jahr 2012 identifiziert wurde, und bei der es in schweren Fällen auch zu Nierenversagen kam.

    Covid-19

    Die offizielle Bezeichnung einer Atemwegserkrankung, die Ende 2019 zuerst im chinesischen Wuhan nachgewiesen wurde, und die durch eine neuartige Variante des >Corona-Virus verursacht wird. Dieses löst das so genannte SAR-Syndrom aus (>SARS). Im Januar des Jahres 2020 breitete sich Covid-19 dann auch offiziell auf andere Länder aus, seitdem spricht man von einer >Epidemie. Die Krankheit wird aktuell weltweit erforscht.

    DNA

    Desoxyribonukleinsäure: Träger der Erbinformation, in der alle genetischen Eigenschaften einer Lebensform codiert sind. Die DNA besteht normalerweise aus zwei Strängen, die wie bei einem Gewinde schraubenförmig miteinander verbunden sind. Sowohl Tiere und Pflanzen, als auch Bakterien und einige Viren enthalten DNA.

    DIY-Masken

    Do-it-yourself-Masken zur eigenen Herstellung. Auch Behelfs- oder Community-Masken genannt. Mehr Details finden Sie unter dem Stichwort >Schutzmasken.

    Epidemie

    Örtlich begrenztes Auftreten einer Infektionserkrankung beim Menschen, die sich über einen gewissen Zeitraum ausbreitet, und bei der die Zahl der Neuerkrankungen zunimmt. Dies kann sehr schnell (explosiv) oder langsamer geschehen.

    FFP-Masken

    Filtrierende Halbmasken. Mehr Details finden Sie unter dem Stichwort >Schutzmasken.

    Herdenimmunität

    Auch Grundimmunität. Diese liegt vor, wenn der überwiegende Teil einer Bevölkerungsgruppe immun gegen eine Infektionskrankheit ist – etwa durch Impfung, oder weil die Erkrankung bereits größtenteils überstanden wurde. Dadurch steigt der allgemeine Schutz einer nicht-infizierten Person vor Ansteckung.

    HCQ

    Abkürzung für den Arzneimittel-Wirkstoff „Hydroxychloroquin“. Zugelassen wurde er erstmals zur Malaria-Prophylaxe und -Behandlung, später auch bei der Behandlung einiger rheumatischer Erkranklungen wie der Rheumatoiden Arthritis und dem Lupus Erythematodes. Bei >Covid-19 wird die Wirksamkeit derzeit noch untersucht. Offiziell ist der Wirkstoff aber noch nicht zugelassen (>Off-Label-Use). Das Bundesministerium für Arzneimittel und Medizinprodukte (BfArM) schreibt dazu „Zum jetzigen Zeitpunkt sind Wirksamkeit und Sicherheit von Hydroxychloroquin bei Covid-19 nicht belegt“.

    Immungedächtnis

    Es löst bei einer erneuten Infektion mit dem gleichen Erreger eine spezifische Immunreaktion des Körpers aus. Dies geschieht u.a. mit Hilfe der so genannten >Antikörper. Die Erkrankung kann so schneller und effektiver bekämpft werden. Impfungen basieren ebenfalls auf diesem Prinzip.

    Inkubationszeit

    Der Zeitraum von der Ansteckung bis zum Ausbruch einer Erkrankung. Bei >Covid-19 beträgt dieser im Mittel etwa 5-6 Tage, kann aber auch bis zu 14 Tage dauern.

    Inzidenz

    Statistische Größe, bei der die Zahl der bestätigten Neuinfektionen ins Verhältnis zu einer definierten Anzahl von Menschen (z.B. Einwohnerzahl) gesetzt wird, bezogen auf einen bestimmten Zeitraum. Zahlenbeispiel: Etwa 10 Neuerkrankungen binnen von 7 Tagen in einer Stadt mit 100.000 Einwohnern. Siehe auch >Notbremse.

    Letalität

    Statistische Größe, welche die Zahl der Todesfälle im Verhältnis zur Zahl der Erkrankten angibt. Sterben z.B. 10 von 1.000 Erkrankten, beträgt die Letalität 1 Prozent. Um diese richtig einordnen zu können, ist es wichtig, eine Erkrankung sicher zu diagnostizieren, z.B. durch eine Blutuntersuchung, und zu schauen, ob diese Erkrankung auch wirklich für den Tod des Patienten verantwortlich war.

    Die Gefährlichkeit einer Erkrankung wird u.a. durch ihre Letalität bestimmt, aber auch durch ihre Ausbreitungsgeschwindigkeit, ihre Vermehrungsrate und ihre Fähigkeit, in die Zellen eines >Wirts einzudringen.

    MNS-Masken

    Zum Mund-Nasen-Schutz. Mehr Details finden Sie unter dem Stichwort >Schutzmasken.

    Morbidität

    Eine statistische Größe, sie gibt die Zahl der Erkrankten im Verhältnis zur Gesamtbevölkerung an. Sind von 1.000 Menschen z.B. 10 erkrankt, beträgt die Morbidität 1 Prozent.

    Mutation

    Veränderung im Erbgut, die auch an nachfolgende Zellgenerationen weitergegeben wird. Diese biologischen Kopierfehler können spontan bei der Teilung von Zellen entstehen, oder äußere Ursachen haben (z.B. radioaktive Strahlung oder bestimmte Chemikalien). Selbst bei >Corona-Viren wurden schon einige Mutationen nachgewiesen.

    Notbremse

    Ein Notfallmechanismus, der greift, sobald bei uns z.B. in einem Landkreis binnen von 7 Tagen erneut mehr als 50 Neuinfektionen (pro 100.000 Einwohnern) bestätigt werden. In diesem lokalen Cluster gelten dann wieder strengere Regeln, je nach Ausmaß können diese regional sehr unterschiedlich sein. Siehe auch >Inzidenz.

    Off-Label-Use

    In diesem Fall wird ein Medikament bei einer Erkrankung eingesetzt, für die es von den Arzneimittelbehörden offiziell (noch) nicht zugelassen wurde. Diese Form der Behandlung wird auch „zulassungsüberschreitende Anwendung“ genannt.

    OP-Masken

    Sind eigentlich für Ärzte gedacht. Mehr Details finden Sie unter dem Stichwort >Schutzmasken.

    Pandemie

    Eine >Epidemie, die sich auch über Landesgrenzen und Kontinente hinaus (also weltweit) ausbreiten kann. Im gewissen Sinne also eine globale >Epidemie.

    PCR

    Polymerase-Ketten (Chain)-Reaktion. Eine komplexe Untersuchungs-Methode, bei der im Blut von Patienten das Erbgut eines Keims nachgewiesen wird (z.B. >DNA von Pilzen, Bakterien oder Viren). Dient auch zur Bestätigung einer medizinischen Diagnose (etwa bei >Covid-19). Es handelt sich um einen direkten Erregernachweis, eingesetzt v.a. bei akuten Infektionen.

    Reproduktionsrate (R)

    Ein Schätzwert, der beschreibt, wie viele Menschen von einer infizierten Person durchschnittlich angesteckt werden. Dies hängt auch davon ab, wie viele Menschen in einer Bevölkerungsgruppe (etwa in Deutschland) bereits infiziert sind, bzw. wie viele die Erkrankung bereits überstanden haben.

    R0

    Die so genannte „Basisreproduktionsrate“, sie spielt besonders am Anfang einer Ansteckungswelle eine Rolle. Laut Robert-Koch-Institut lag bei SARS-CoV-2 der Startwert R0 anfangs zwischen 2,4 und 3,3. Jeder Infizierte hatte damit im Mittel etwas mehr als 2-3 Personen angesteckt.

    RNA

    Ribonukleinsäure: Sie besteht im Gegensatz zur >DNA meistens aus nur einem Strang. In der menschlichen Zelle ist sie u.a. als Zwischenspeicher bei der Übertragung von genetischen Informationen beteiligt. Man könnte sie dabei im weitesten Sinne (!) mit einem USB-Stick vergleichen. Bei einigen Viren ist die RNA dagegen Träger der gesamten Erbinformation, also quasi deren „Festplatte“.

    SARS

    Wissenschaftlicher Name: Severe Acute Respiratory Syndrome. Es handelt sich um eine Infektionskrankheit, die durch eine spezielle Art des >Corona-Virus ausgelöst wird, und die v.a. die Atemwege betrifft. Typische Symptome sind v.a. Fieber, Halsschmerzen und trockener Husten, in schwereren Fällen auch Atemnot. Dazu können sich die typischen Grippesymptome gesellen. Bei Patienten mit Vorerkrankungen kann das Corona-Virus in ganz schweren Fällen auch zu einer Lungenentzündung führen. Ob ein Schnupfen als typisches >Covid-19-Symptom gilt, scheint strittig zu sein.

    Schutzmasken

    Dabei handelt es sich um Masken, mit denen die Nase und der Mund geschützt werden sollen, d.h. sie sollen den Mund und die Nase (!) bedecken. Bekannt sind v.a. die mehrlagigen, so genannten >OP-Masken, welche von Ärzten während der Behandlung von Patienten oder einer Operation getragen werden. Sie werden auch >MNS-Masken genannt, erfüllen bestimmte gesetzliche Vorgaben und sind „DIN EN 14683“ zertifiziert. Dabei sollen sie das Gegenüber (also z.B. den Patienten) vor dem Tröpfchenauswurf des Trägers (z.B. des Arztes) schützen. Die blau-/grün-weissen Masken dienen also v.a. dem Fremdschutz.

    Eine >Community-Maske (oder auch Behelfs-Maske) soll ähnlich wirken, wenn auch nicht so effektiv. Eine Schutzwirkung ist allerdings wissenschaftlich noch nicht belegt. Zumindest soll aber die Zahl und Geschwindigkeit der ausgestoßenen Tröpfchen durch das Tragen reduziert werden können. Auch das Bewusstsein für „social distancing“ und einen achtsamen Umgang mit sich und anderen soll laut Robert-Koch-Institut gefördert werden. Diese bunte Behelfsmaske wird auch >DIY-Maske (DIY: Do-it-yourself) genannt, da man sich diese selbst schneidern kann. Ein Vorteil aus meiner Perspektive: Sie ist wasch- und damit wiederverwendbar. Und sie kann auch in der nächsten Grippesaison verwendet werden! Allerdings dürfen solche Masken im Handel nicht als Medizinprodukt oder persönliche Schutzausrüstung verkauft oder beworben werden.

    Eine dritte Kategorie beschreibt die so genannten filtrierenden Halbmasken (>FFP-Masken). FFP steht hier für „filtering facepiece“. Sie schützen den Träger und seine Umgebung vor festen und flüssigen Stoffen. Sind eigentlich für den Arbeitsschutz gedacht, und ebenfalls gesetzlich nach DIN zertifiziert. Die weissen Masken werden auch Feinstaubmasken oder Atemschutzfilter genannt. Es gibt sie mit oder ohne Ausatemventil. Das Ventil filtert die eingeatmete Luft, diese Masken sind daher nur für den Eigenschutz geeignet. FFP-Masken ohne Ventil filtern dagegen sowohl die eingeatmete, als auch die ausgeatmete Luft, und schützen gleichsam den Träger und sein Gegenüber.

    Die Klassifikation richtet sich danach, wie hoch die Schutzwirkung der jeweiligen Maske ist (FFP2 > 95%, FFP3 >99%). Die Schutzstufe FFP2 ist vor allem für den Einsatz in Krankenhäusern gedacht. FFP3 schützt sogar vor radioaktiven Partikeln, allerdings fällt das Atmen mit diesen Masken schwer.

    Sputum

    Sekret, das von den Schleimhäuten in der Lunge gebildet und nach dem Abhusten als Auswurf bezeichnet wird.

    Übertragungsweg

    Viele Viren werden durch Schmierinfektionen übertragen. Dabei gelangen die Erreger z.B. über die Hände in Augen oder Nase und lösen dort eine Infektion aus. Bei >Corona-Viren spielt aber vermutlich v.a. die Tröpfcheninfektion eine Rolle – etwa wenn infizierte Personen niesen, gähnen, laut singen, oder husten. Die versprühten Tröpfchen können dann beim Gegenüber in Mund, Nase oder Augen gelangen.

    Eine Übertragung von Corona-Viren „über den Verzehr kontaminierter Lebensmittel oder durch Kontakt zu kontaminierten Gegenständen“ ist laut dem Bundesinstitut für Risikobewertung (BFR) derzeit nicht bekannt. Dennoch sollte man die allgemeinen Hygieneregeln beachten, etwa Lebensmittel vor der Zubereitung waschen und erhitzen (wenn möglich). Kosmetika, Geschirr oder Besteck nicht mit anderen teilen. Außerdem: Bitte in alle Richtungen zwei Meter Abstand halten. Und die Hände regelmäßig mit Seife waschen! Dabei hilft es, z.B. zweimal „Happy Birthday“ oder die erste Strophe von „Alle meine Entchen“ zu singen, dauert jeweils rund 20-30 Sekunden.

    Viren

    Diese Krankheitserreger sind tausend Mal kleiner als ein Staubkorn, und mit bloßem Auge nicht zu sehen. Sie haben keinen eigenen Stoffwechsel. Daher brauchen Viren einen lebenden >Wirt, um sich in dessen Zellen zu vermehren. Sie können über Tröpfchen oder den direkten Kontakt übertragen werden (siehe >Übertragungswege). Ihr Erbgut besteht entweder aus >DNA, oder aus >RNA. Das Erbgut ist bei >Corona-Viren von einer Hülle aus Fettmolekülen umgeben. Laut Experten wird diese durch Seife und andere fettlösliche Substanzen zerstört. Auch Temperaturen in der Waschmaschine ab 60 °C verträgt das Corona-Virus wohl eher nicht.

    Viruserkrankung

    Eine Krankheit, die durch Viren ausgelöst wird: z.B. Herpes oder Gürtelrose, Warzen, Röteln, Pocken, Masern, Mumps, normale Erkältungen, die echte Influenza, einige Lungenentzündungen, Hirnhautentzündungen, Durchfall, spezielle Leberentzündungen, FSME (Zecken!), Tollwut oder Kinderlähmung – um nur einige zu nennen.

    Virostatika

    Diese Medikamente verhindern, dass (>Viren) in eine Wirtszelle (>Wirt) eindringen können. Oder sie hemmen die Vermehrung der Viren im Körper. Töten können sie diese allerdings nicht. Auch haben Virostatika oft starke Nebenwirkungen.

    Wirt

    Auch Wirtsorganismus genannt. Dazu gehören Pflanzen oder Tiere, und letztendlich auch der Mensch. Es handelt sich um einen lebenden Organismus, der einem Dauermieter „Unterschlupf“ gewährt. Zu diesen Stammgästen gehören Viren, aber auch Bakterien, Pilze oder kleinere Tiere (wie Würmer). Ist das Zusammenleben vorteilhaft für den Wirt, wird der Untermieter „Symbiont“ genannt. Bringt er Nachteile, handelt es sich um einen „Parasiten“.

    Zoonose

    Infektionskrankheit, die auf natürliche Weise von einem Wildtier auf den Menschen übertragen wird. Diese Übertragung wird auch „Spillover“ genannt (engl. „überspringen“).

    Zoonosen können durch Viren, Bakterien, Pilze oder Parasiten (>Wirt) verursacht werden. Beispiele sind u.a. der Fuchsbandwurm, Salmonellen, AIDS, Ebolafieber, Pocken, Malaria, Tollwut und wohl auch >Covid-19. Voraussetzung ist allerdings, dass zuerst eine gewisse biologische Artenbarriere überschritten wird, d.h. der übertragene Keim muss im menschlichen Körper trotz Immunreaktion überleben und sich vermehren können. Auch Viren können jeweils nur in für sie geeigneten Zellen überleben.
     
     
    (Stand 07.04.2020, letztes Update: 02.06.2020)