Meine persönlichen KI-News aus dem Jahr 2025
- https://github.com/kaixxx/noScribe
- https://noscribe.de/de/ (offizielle Projektseite)
- newsroom.de: Correctiv macht jetzt Journalismus zum Hören – die KI hilft dabei.
- Im November gab es ein Urteil zum Rechtsstreit zwischen der Verwertungsgesellschaft GEMA und OpenAI. Ein Münchner Gericht hat „die Nutzung urheberrechtlich geschützter Musikwerke für das Training künstlicher Intelligenz durch OpenAI für unzulässig erklärt (Az. 42 O 14139/24)“.
- Medium-Magazin: Dürfen Freie Artikel mit KI schreiben?
- Auch interessant, ein M-Artikel vom 23. Juni: Rechtssicherer Einsatz von KI.
- Ein Artikel aus der Süddeutschen Zeitung, auf der Seite des DJV veröffentlicht: DJV geht gerichtlich gegen KI-Klauseln vor.
- newsroom.de: Öffentlich-Rechtliche legen KI-Leitplanken für den Journalismus fest.
- Scinexx.de: Welche KI-Modelle besonders klimaschädlich sind.
- Max-Planck-Gesellschaft: Künstliche Intelligenz fördert Unehrlichkeit.
- Synchronsprecher warnten im April vor dem Einsatz von KI, sie befürchteten, ersetzt zu werden. Ein Problem, das auch uns Textschaffenden und in vielen anderen Branchen bekannt sein dürfte.
- Eine Studie der Johannes-Gutenberg-Universtität Mainz: Large Language Models Discriminate Against Speakers of German Dialects.
Vielfalt allerorten? Bei KI-Themen auf jeden Fall.
Wie schon im Jahresrückblick 2025 erwähnt, wurde diese Rubrik ausgelagert. Das Thema Künstliche Intelligenz entwickelt sich derart rasant, dass meine Rückschau meistens zu umfangreich für den Schneeglöckchenreport wird. Daher ist es wohl lesbarer, sie in einem eigenen Artikel zu behandeln.
KI-Anwendungen, die mich beeindruckt haben, gibt es aktuell allerdings nicht viele. Wo immer ich einen Bot ausprobiere, schleicht sich das Gefühl ein, „Selbstschreiben“ dauere auch nicht viel länger. Sicherlich steckt in Programmen wie Canva, der Simpleshow oder Renderforest ebenfalls KI, doch ich nutze den angebotenen KI-Generator bewusst nicht.
Außerdem entwickelt sich nicht nur die KI, sondern auch die Zahl der Bedenken bei Datenschutz und Urheberrechten. Daher halte ich mich aktuell bei der Verwendung von KI-Tools noch zurück und hoffe auf europäische Anwendungen.
Wofür ich stehe
KI erinnert mich häufig an einen Satz meines Qualifizierungsprogramm-Mentors Wolfgang Borgmann. Dieser sagte einmal zu mir: „Journalismus ist zum großen Teil Handwerk“. Und in diesem Satz steckt es ja schon: Meine Text sind vornehmlich handmade, außer es wurde vermerkt (etwa bei einem Eigen- oder Übungsversuch). Ich bin nicht Journalistin (oder Autorin) geworden, um mir von einem Programm das Denken abnehmen zu lassen. Denn zum Selbstschreiben gehört das vernetzte Denken zwangsläufig dazu. Wie auch die Recherche, das Sich-mit-einem-Thema-Beschäftigen, die Selbstreflexion, das Abwägen von Argumenten bzw. Fakten, das Scheitern und Neubeginnen – und am Ende das gute Gefühl, ein Thema „gewuppt“ zu haben. Das möchte ich mir von einer KI nicht abtrainieren lassen.
Die geballte 😉 Content-Creation in den von mir geschriebenen Artikeln stammt also aus meinem Gehirn, mit all seinen Fähigkeiten und Fehlermöglichkeiten. Auch KI-generierte Bilder nutze ich kaum noch, außer die bereits erstellten Rubrikbilder. Wäre ja sonst schade darum.
Was nicht heißt, dass ich ein KI-Dino bin! Das Thema ist interessant, nicht mehr wegzudenken und sicherlich in einigen Bereichen durchaus sinnvoll. Doch KI ist für mich mehr Werkzeug, als Denksportaufgabe (wie alle PC-Programme, die ich täglich nutze). Bei Schreibblockaden allerdings, da greife ich gerne einmal auf den unbeteiligten, wenn auch bei meinen Themen meist wenig hilfreichen Charme von OpenAI, Perplexity oder Copilot zurück („Das ist eine wunderbare Idee!“) 😉.
Bild*: Rubrik „KI im Beruf“, bearbeitet.
Persönliches Fazit zum Tool noScribe
Ein KI-Tool hat mich 2025 trotzdem begeistert: noScribe vom Soziologie-Dozenten und IT-Erfahrenen Kai Dröge. Ein Open-Source-Tool zur KI-basierten Audiotranskription, das lokal (!) auf dem Computer installiert wird und nach dem Download ohne Internetverbindung läuft.
Vielleicht nicht so schick anzusehen, liefert es jedoch nach einer überschaubaren Übungsrunde sehr passable Ergebnisse. NoScribe läuft sogar auf meinem über zehn Jahre alten Notebook, wenn auch sehr langsam. Die Transkription einer 20-Minuten-Audio kann auf dem alten System schon einmal sechs Stunden dauern. Daher arbeitet die KI derzeit nachts oder am Wochenende für mich.
Es stimmt eben doch: KI frisst viel Rechenleistung und damit viel Energie. Aber das Programm läuft! Für Audiomenschen also eine gute Sache.
Mein Tipp
Der anfängliche Hinweis „die Einstellungen an einem kurzen Ausschnitt testen“ darf ruhig wörtlich genommen werden. Der Trainingsausschnitt muss nicht zu lang sein, einige wenige Minuten reichen (je nach verfügbarer Rechenkapazität). Am besten jene, in denen alle SprecherInnen vorkommen. So lernt die KI, einzelne Personen und ihre Sprechweise zu erkennen. Die Resultate waren bei mir je nach Transkriptions-Modell („fast“, „precise“) wirklich akzeptabel. Für eine Veröffentlichung des Textes müsste das Transkript natürlich noch überarbeitet werden.
Webseite:
KI-News, die mich beschäftigt haben
Und dann waren da natürlich einige News, die weniger gute Seiten der KI wiederspiegelten. Meine persönliche Auswahl von zehn interessanten News rund um die Themen KI, Text und Recht:
Das war das KI-Jahr 2025 aus meiner Sicht. Vielleicht interessiert Dich auch, was 2025 ganz allgemein auf der Welt so los war? Dann ist der Artikel Meine Top-News des Jahres 2025 vielleicht etwas für Dich.
Letztes Update: 02.03.2026
KI-Transparenz-Skala (kurz KI/TS):
Der Text wurde von Kerstin Beckert geschrieben. Das mit Sternchen gekennzeichnete Rubrik-Bild mit der Robotereule hat ein Bildgenerator erstellt. Es wurde außerdem bearbeitet, arrangiert und ein Text eingefügt.


