Kerstin Beckert | Meine persönlichen KI-News aus dem Jahr 2024

Meine persönlichen KI-News aus dem Jahr 2024

Lesedauer 3 Minuten

 

    Viel Lärm um nix – bei KI?

    Wie schon im Jahresrückblick erwähnt, wurde diese Rubrik ausgelagert. Das Thema Künstliche Intelligenz entwickelt sich derart rasant, dass die Rückschau meist recht umfangreich war. Daher ist es wohl lesbarer, sie in einem eigenen Artikel zu behandeln.

    Im Jahr 2024 waren die allgemein verfügbaren KI-Anwendungen ziemlich neu, viele steckten noch in den Kinderschuhen. Und wir alle haben das Prompten fleißig geübt. Von daher war auch hier viel Lärm, vor allem auf Social-Media (woran sich auch in 2025 nicht viel ändern dürfte).

    So begann eine weltumfassende Kündigungswelle, die häufig mit KI und der immer noch starken Inflation in Verbindung gebracht wurde und wohl auch in den kommenden Jahren weitergehen wird. Der Datenschutz rückte immer mehr in den Vordergrund und ich habe gelernt, wie meine Webseite durch den Stimmengenerator Elevenlabs ein wenig inklusiver werden kann.

     

    Eine graue Roboter-Eule steht neben einer Staffelei. Darüber steht in Gelb der Text KI-News, die mich 2024 beschäftigt haben.

    Bild*: Rubrik „KI im Beruf“, bearbeitet.

     

    KI-News, die mich beschäftigt haben

    Dieses Mal geht es in dieser Rubrik nicht nur um Tools, sondern auch um zwei Meldungen, die durchaus zum Nachdenken anregen.

    1. Am 24. Januar kündigte die Firma SAP in Walldorf an, weltweit acht Tausend Stellen abzubauen. Ein Drittel der Beschäftigten soll aus dem Unternehmen ausscheiden, andere umgeschult werden oder in Arbeitsteilzeit gehen. Grund für die Einsparungen trotz bemerkenswert gutem Umsatz ist u.a. eine umfangreiche Investition in KI und das darauf aufbauende Produkt (Joule).
    2. Das zweite KI-Thema hat mit Ashton Kutcher zu tun. Es geht um die ZDF-Doku „Ende der privaten Chats? Hollywoodstar wirbt für Überwachung“ (von Lucas Eiler und Ciara Cesaro-Tadic). Mit der zentralen Frage: Was haben KI, ein Prominenter, die EU-Kommission und Fußballfans miteinander zu tun? Antwort: Die von der angeblichen NGO Thorne entwickelte Scansoftware zur Chatkontrolle.

     
    Darüber hinaus gab mir ein KI-Tool zu denken. Nicht, weil es so gut wäre oder so perfekt oder bahnbrechend. Sondern weil es mir dabei helfen soll, meine Seite für Blinde und Sehbehinderte (hoffentlich) besser nutzbar zu machen.
    Es geht um die Stimm-KI Elevenlabs. Im Blogartikel Ein Ostermärchen und die Grenzen der Künstlichen Intelligenz (Methodenteil) gibt es viel Text in Bildform: Umfangreiche Prompts wurden in JPG-Dateien dargestellt, ein echtes Problem für Sehbehinderte. Steckt in einem Bild nur sehr wenig Text, lässt sich dieser normalerweise als ALT-Tag ganz gut einfügen. Doch hier war das keine Lösung, da es sich jeweils um einen sehr langen Text handelte. Ich selbst konnte diesen aus Zeitgründen nicht selbst einsprechen, habe ihn daher mit Elevenlabs vertont.

    Persönliches Fazit zu Elevenlabs

    Das Tool Elevanlabs hilft (neben den ALT-Tags) hoffentlich dabei, dass der o.g. Blogartikel nun auch für Sehbehinderte gut geeignet ist.

    Ein paar Stimmen klingen ganz vernünftig, allerdings lässt sich Text, der länger als 300 Zeichen ist, nur über einen Account vertonen. Mein Kontingent von 10.000 Zeichen pro Monat war bei dem Textumfang natürlich schnell erschöpft 😉.

    Ein weiterer Vorteil: Wer nicht mit seiner eigenen Stimme im WWW auftauchen möchte, hat nun eine Möglichkeit, trotzdem Audios für Podcasts oder andere Hörbeiträge zu erstellen. Dies hilft auch Menschen, die diesen Job nicht professionell ausüben.
     
    Wobei: Selbst einige Moderatoren aus Radio oder TV haben ihre Stimme bereits einer KI zur Verfügung gestellt. Auf diese Weise sollen News-Ticker schneller, effizienter, personalreduzierter und automatischer erstellt werden. Ist vielleicht dem Fachkräftemangel geschuldet. Doch meiner Meinung nach besteht die Gefahr, dass Sprecher-Jobs durch geklonte Stimmen künftig abgebaut werden. Außerdem können Kriminelle eine Stimme leichter klonen und für ihre Zwecke missbrauchen:

        • Indem sie die künstlich generierte Stimme für Telefon-Betrügereien verwenden.
        • Indem sie die Stimme von Prominenten klonen (Fake-News-Gefahr).
        • Oder dass Fake-Profile auf SM ein Eigenleben entwickeln, indem Betrüger einem Avatar eine glaubhafte Stimme geben.

     
    Umso wichtiger, dass jedwede Verwendung von KI durch einen entsprechenden Hinweis deutlich gekennzeichnet wird (bei mir durch die KI/TS). Und wer redet, sollte auch tun. Daher folgt gleich die KI/TS für diesen Beitrag.
     
    Noch eines zum Schluss: Vielleicht interessiert Dich auch, was 2024 auf der Welt so los war? Dann ist der Artikel Meine Top-News des Jahres 2024 vielleicht etwas für Dich.

     
     
    Letztes Update: 26.02.2026
     

    KI-Transparenz-Skala (kurz KI/TS):

    Der Text wurde von Kerstin Beckert geschrieben. Das mit Sternchen gekennzeichnete Rubrik-Bild mit der Robotereule hat ein Bildgenerator erstellt. Es wurde außerdem bearbeitet, arrangiert und ein Text eingefügt.

    Dieser Score zeigt, wie viel KI verwendet wurde. Das Bild enthält zwei Kreise. Der obere stellt "Stufe 1 mit 100 Prozent Human inside" dar, der Text wurde ohne KI erstellt. Ausnahmen: Das mit Sternchen gekennzeichnete Roboter-Bild wurde von einer KI ausgegeben und danach bearbeitet. Daher steht der untere Kreis für "Stufe 5 mit 80 Prozent KI inside". Die Prompts stammen von Kerstin Beckert, diese wurden in StableDiffusion eingegeben.

     

     

     

     

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